Aufgaben und Ziele

Die Thüringer Landesrektorenkonferenz (TLRK) ist ein Zusammenschluss der zehn staatlichen Thüringer Hochschulen. Sie werden vertreten durch ihre Rektorinnen und Rektoren bzw. ihre Präsidentinnen und Präsidenten. Die TLRK versteht sich als Plattform für den Austausch und die Zusammenarbeit der Thüringer Hochschulen zu übergreifenden hochschulpolitischen Themen, mit dem Ziel gemeinsame Interessen der Hochschulen in den politischen Willensbildungsprozess und in die Wahrnehmung der Öffentlichkeit zu tragen.

 

 

Pressemeldung der TLRK vom 26.10.2016


Rektoren der Thüringer Hochschulen möchten über Bauvorhaben selbst entscheiden


Vor Gesprächen mit der Landesregierung zur Novellierung des Thüringer Hochschulgesetzes am 27. Oktober und am 2. November sieht die Thüringer Landesrektorenkonferenz keine Notwendigkeit für eine grundsätzliche Neuausrichtung der derzeitigen Hochschulstruktur. Änderungsbedarf besteht allerdings in einigen Einzelfragen wie dem Hochschulbau. Das neue Hochschulgesetz soll spätestens zum Wintersemester 2017/18 in Kraft treten.

Auch wenn das derzeit geltende Thüringer Hochschulgesetz einen tragfähigen Rahmen für die zehn Hochschulen in Thüringen darstellt, sieht die Thüringer Landesrektorenkonferenz (TLRK) beim Thema Hochschulbau dringenden Anpassungsbedarf. Der Vorsitzende der TLRK, Prof. Peter Scharff, fordert, dass den Hochschulen des Landes das Recht eingeräumt werden muss, Baumaßnahmen selbständig und eigenverantwortlich durchzuführen: „Das heißt, jeder Hochschule wird, sofern sie dies wünscht und beantragt, die Bauherreneigenschaft für eigene Projekte übertragen.“ Derzeit seien zu viele Hürden zu nehmen, um Baumaßnahmen an den Hochschulen in einem angemessenen Zeitraum umzusetzen. Der TLRK-Vorsitzende, der Rektor der Technischen Universität Ilmenau ist, nennt als Beispiel den 2011 auf dem Campus der TU Ilmenau eingeweihten Zusebau: „Bis heute sind Nachbesserungen bei der Gebäudetechnik nicht abgeschlossen. Bei der Behebung von Baumängeln sprechen wir also über einen Zeitraum von fünf Jahren. Und ich weiß von meinen Kollegen, dass es an den anderen Hochschulen in Thüringen vergleichbare Beispiele gibt.“ Dass es anders laufen kann, zeigt die Realisierung des Gebäudes des Thüringer Innovationszentrums Mobilität, das an der TU Ilmenau angesiedelt ist. Für die Realisierung dieses Bauvorhabens war die Universität auf Antrag selbst zuständig, die Umsetzung erfolgte innerhalb nur eines Jahres. „Dieses Modell sollte Schule machen“, so Prof. Scharff.

Darüber hinaus gibt es aus Sicht der TLRK keinen Anlass zu einer grundsätzlichen Neuausrichtung der derzeitigen Hochschulstruktur und damit des Hochschulrechts des Freistaates Thüringen. Vielmehr fordert sie, bestehende Regelungen, die sich bewährt haben, nicht zu verändern. Dies betrifft insbesondere die Hochschulstruktur und Mitwirkungsrechte. „Da hat sich die bisherige Praxis von Zuständigkeiten, Entscheidungskompetenz und Verantwortung bewährt“, sagt Prof. Peter Scharff. „Ziel muss es sein, die Handlungsfähigkeit der Hochschulleitungen und der Verwaltungen im Sinne optimaler Entscheidungsprozesse und Mittelverwendungen zu stärken. Kurz gefasst lautet die Position der TLRK dazu: Einheit von Entscheidung und Verantwortung.“

Mit dieser Positionierung geht die Thüringer Landesrektorenkonferenz am 27. Oktober und am 2. November 2016 in zwei Werkstattgespräche des Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft zur Novellierung des Thüringer Hochschulgesetzes. Zuvor hatten alle Akteure zwischen April und Juni 2016 in sieben Regionalkonferenzen ihre Vorschläge und Wünsche zur Gesetzesnovelle eingebracht. In der zweiten Phase des „Hochschuldialogs 2016“ diskutiert nun ein ausgewählter Kreis von Fachleuten die Ergebnisse der Regionalkonferenzen im Ministerium. Das neue Thüringer Hochschulgesetz soll spätestens zum Wintersemester 2017/18 in Kraft treten.  

Positionspapier der TLRK  (6-seitiger Flyer im DinA5-Format)

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